Nachdem sich die CDU Fernwald in den vergangenen Wochen an die Bevölkerung ge- wandt hatte, um diese über die künftige Nutzung des Festplatzes zu befragen, steht nun der Festplatz erneut auf der Tagesordnung der Gemeindevertretersitzung am kommenden Dienstag im Sitzungszimmer der Fernwaldhalle.
Wie bereits in der Berichterstattung zu verfolgen war, hat die CDU Fernwald einen Antrag eingebracht, in dem die Aussetzung der Verhandlungen mit möglichen Investoren gefor- dert wird. Weiterhin wird die Einsetzung einer interfraktionellen Arbeitsgruppe verlangt, die sich über die geeignete Einbindung der Fernwalder Bürger Gedanken machen soll. „Für uns steht fest, dass bei diesem emotional sehr aufgeheizten Thema keine Entscheidungen über die Köpfe der Bürger hinweg herbeigeführt werden darf,“ so der CDU Vorsitzende Timo Röder. „Der Bürgerwille muss bei wichtigen Entscheidungen Berücksichtigung fin- den. Da wir trotz der großen Resonanz auf unsere Postkartenaktion, noch nicht von einem wirklich aussagekräftigen Umfrage reden können, ist es nun wichtig, alle Bürger, die Inte- resse an der künftigen Nutzung dieses Areals haben, einzubinden.“
„Wir freuen uns darüber, dass die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und Freien Wäh- lern in die Diskussion über die künftige Nutzung des Festplatzgeländes eingetreten sind,“ so der Fraktionsvorsitzende Jan-Eric Walb. In einem gemeinsamen Gespräch mit allen drei Fraktionen wurde ein weiterer Antrag für die kommende Sitzung erarbeitet. „Unser gemeinsamer Antrag sieht vor, dass sich grundlegend über die Nutzung des Geländes Gedanken gemacht wird. Vorrangig soll die Nutzung des Platzes für soziale Einrichtungen geprüft werden,“ so Timo Röder. Jedoch sei auch weiterhin nicht auszuschließen, dass wenn es zu keiner sinnvollen Nutzung kommen sollte, der Platz für künftige Generationen erhalten werden soll. „Vielleicht kommen wir in 5 oder 10 Jahren in die Situation, dass die Gemeinde für Projekte oder Bauten Flächen benötigen könnte. Dann wäre es schade, wenn keine mehr zur Verfügung stehen würden,“ so Röder.
Für den Fraktionsvorsitzenden der CDU, Jan-Eric Walb, steht fest, dass auch weiterhin über die Verkehrsanbindung des Platzes, die Erschließungkosten des Areals, die Ver- kehrssicherheit des Fuß- und Radweges, sowie eine bezahlbare Alternative für einen an- deren Festplatz gesprochen werden müsste. Im Laufe des Entscheidungsprozesses muss auch die Bevölkerung wiederum eingebunden werden. Doch dazu wäre laut Walb die In- terfraktionelle Arbeitsgruppe wie geschaffen.