In Fernwald gibt es ausreichend freie Gewerbeflächen. Obwohl bereits erschlossen und in der Nähe von wichtigen Verkehrswegen gelegen, ist es auch in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs nicht gelungen, alle Gewerbeflächen zu vermarkten und Unternehmen anzusiedeln.
Die CDU Fernwald veranstaltete aus diesem Grund eine Podiumsdiskussion, um den Ursachen hierfür nachzugehen und Lösungen zu erarbeiten.
Professionelles Konzept notwendig
Welche Kriterien letztendlich für die Ansiedlung oder Erweiterung von Unternehmen von Bedeutung sind, ist sehr unterschiedlich zu beurteilen. Dr. Kotzur berichtete an einem Beispiel sehr anschaulich, wie Standort- entscheidungen gefällt werden. Neben der Verkehrsanbindung, der Steuer- und Gebührenbelastung ist auch die Haushaltspolitik am Standort von Bedeutung, da man daraus auf die zukünftige Abgabensituation schließen könnte.
Die Aussage von Frau Hammerla, die Gemeinde müsse sich da- rüber im Klaren sein, welche Art von Unternehmen sie künftig ansiedeln wolle, und dann davon ausgehend ein Konzept für die Gewerbegebiete zu entwickeln, brachte breite Zustimmung auf dem Podium. Grundlage eines noch zu entwickelnden Konzeptes ist die Analyse der Stärken und Chancen der Flächen. Einigkeit herrschte auch darüber, dass die Gemeinde besser dastehe, als allgemein angenommen werde.
Hammerla machte deutlich, dass es wenig sinnvoll wäre, Logistik-Unternehmen im Gewerbegebiet Steinbach anzusiedeln, da es hierfür im Moment an einer gut ausgebauten Zufahrt fehle. In- teressant wären die Flächen jedoch für kleinere Dienstleister oder für Technologieunter- nehmen wegen der Nähe zu den Universitäten Gießen und Marburg und der Technischen Hochschule Mittelhessen. Auch für Unternehmensgründer seien die freien Flächen interessant. Nachgearbeitet werden müsse jedoch vor allem beim Internet-Anschluss. Kein schnelles Internet sei heute ein Auschluss- kriterium bei der Standortwahl.
Nicht auf Anfragen warten
Auch wenn, wie in Fernwald, die Bedingungen für Unternehmen günstig seien, bedeutet dies noch lange nicht, dass diese sich hier ansiedeln würden. Man müsse gezielt auf potentielle Käufer zugehen. Eine professionelle und aktive Vermarktung der Flächen sei erforderlich. Dies bedeute, dass entweder die Vermarktung komplett in die Hände von Fachkräften zu legen sei oder dass diese bei Verhandlungen hinzuzuziehen seien. In jeden Fall gilt: Nur mit mehr Initiative ist diese Herausforderung zu meistern.
Fernwalds Standortfaktoren:
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Zentrale Lage in Deutschland und Europa.
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Gute Verkehrsanbindung an das Autobahnnetz.
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Nähe zum internationalen Flughafen Rhein/Main.
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Qualifizierte Fachkräfte durch die Nähe zu zwei Universitäten und einer Hochschule.
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Gute Kinderbetreuung durch ein breites Angebot.
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Attraktive Naherholungs- gebiete mit einem breiten Freizeitangebot in der Region.